Nicolaus Raßloffs Blog

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Hemley Gonzalez mit einem schwer kranken Mann (Foto: H.Gonzalez)

Der heilige Schein der Mutter Teresa

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Sie wird der Welt als „kleine, gebückte Frau im weißblauen Sari, die immer ein gütiges Lächeln in ihrem zerfurchten Gesicht zeigte“, in Erinnerung bleiben.[1] Ihr Auftreten war resolut und pragmatisch: 1964 wollte Papst Paul VI Mutter Teresa in Bombay besuchen und ihr eine Limousine schenken. Doch als er kam, war sie nicht da. Sie hielt gerade die Hände eines sterbenden Mannes namens Onil: „Gelebt habe ich wie ein Tier auf der Straße, aber nun kann ich wie ein Engel sterben,“ soll er gesagt haben.[2] Mit der geschenkten Limousine veranstaltete Mutter Teresa eine Tombola, die 100.000 US-Dollar eingebracht haben soll.

Inzwischen sind ihrem Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe (Missionaries of Charity) 4500 Schwestern beigetreten. Er unterhält 710 Häuser in 133 Ländern. Recht schnell stößt man bei Mutter Teresa allerdings auf Unstimmigkeiten und Kritik, die kaum mit dem Bild der „Heiligen der Gosse“ zusammenpasst.

„Kuschelzoo des Grauens“

Else Buschheuer, heute TV-Moderatorin beim MDR, arbeitete 2004 sechs Wochen in dem ersten von Mutter Teresa gegründeten Hospiz Nirmal Hriday. Die Patienten bekämen Nummern und wären immer wieder miteinander verwechselt worden. Mundschutz und Gummihandschuhe habe sie sich selber gekauft und am Ende des Tages zerschnitten, damit sie nicht wiederverwendet würden. Oft habe es an Handtüchern, Laken, Decken und Windeln gefehlt. Buschheuer berichtet vom Putztag: „Geputzt werden die plastikbezogenen Matratzen – aber wohin so lange mit den Patientinnen? Wie Würmer kringeln sich die Frauen auf dem Steinfußboden, vierzig von ihnen oder mehr, vertiert, halb nackt, sich beschmutzend, mit geschorenen Köpfen. (…) Wenn ich meinen Fotoapparat dabei hätte (fotografieren ist nur mit Sondergenehmigung erlaubt), würde ich diesen Anblick festhalten, um das Foto amnesty international zu schicken, und ich würde jeden niederschlagen, der mich daran hindert. … Ich brülle: ‚Es sind Menschen! Sie haben ein Recht auf Würde!‘ Dmitri [ein Freiwilliger, NPR] hat keinen Schimmer, wovon ich rede. Seit Urzeiten wird das so gemacht am Putztag. Er schuftet in der Doppelschicht, mehr als acht Stunden täglich, wie ein Pferd.“[3] Buschheuer spricht von einem „Kuschelzoo des Grauens“. Die Freiwillige Mary Loudon fühlte sich beim Anblick der Sterbenden an die KZ-Bilder von Bergen-Belsen erinnert: Es gibt keinen Garten … nichts. Ich konnte es nicht fassen. Zwei Räume mit 50 bis 60 Männern in dem einen und 50 bis 60 Frauen in dem anderen. Sie sterben. Sie bekommen nicht gerade viel medizinische Versorgung. Sie bekommen kein Schmerzmittel außer Aspirin … und das bei den Schmerzen bei Krebs im Endstadium.“[4] Der Freiwillige Hemley Gonzalez berichtet von seinen Erlebnissen in der Niederlassung des Ordens in Kalighat 2008: „Ich war schockiert über die Nachlässigkeit. Nadeln wurden unter kaltem Wasser abgewaschen und wiederverwendet und den Insassen wurde abgelaufene Medizin gegeben. Es gab Leute, die eine Chance zum Leben gehabt hätten bei einer ordentlichen Versorgung,“ so Hemley. Ein Freiwilliger habe versehentlich einen gelähmten Kranken Essen gegeben, an dem dieser zu Tode erstickt sei. In einem anderen Fall wurde ein infizierter Zeh ohne Betäubung abgeschnitten. Der Immobilienhändler begann auf Facebook die Kampagne „Stop Missionaries of Charity“. Mit Freunden und ähnlich empörten und enttäuschten Freiwilligen gründete er die Hilfsorganisation „Responsible Charity“. Ein Motto der Organisation: „Medizin und Bildung scheinen effektiver als Gebete zu sein.“ Sie legen besonderen Wert auf Transparenz der Finanzen. Ihre Homepage zeigt täglich den Stand der Bilanz, der Bürokosten und der Ausgaben. Sogar die einzelnen Rechnungen werden auf Facebook veröffentlicht.[5]

Hemley Gonzalez mit einem schwer kranken Mann (Foto: H.Gonzalez)

Hemley Gonzalez mit einem schwer kranken Mann (Foto: H. Gonzalez)

Die traditionsreiche medizinische Fachzeitschrift „The Lancet“ kritisierte die Wiederverwendung von Injektionsnadeln und die Nutzung kalter Bäder für alle Patienten. Lancet-Chefredakteur Robin Fox schrieb: „Untersuchungen, wurde mir gesagt, sind selten erlaubt. Wie wäre es mit einfachen Algorithmen, mit denen Schwestern und Freiwillige die Heilbaren von den Unheilbaren unterscheiden können? Wieder nein. Solche systematischen Ansätze sind dem Ethos der Heime fremd. Mutter Teresa bevorzugt die Vorsehung der Planung, ihre Regeln sollen eine Strömung in Richtung Materialismus verhindern.”[6] Der englische Arzt Jack Preger arbeitete einst in einem der Sterbehäuser: „Wenn man Liebe, Verständnis und gute Pflege geben will, dann benutzt man sterile Nadeln. Dies ist wahrscheinlich der reichste Orden der Welt. Viele Sterbende dort müssen im medizinischen Sinn nicht sterben“ (Wüllenweber 1998). Die hier aufgezählte Kritik betrifft besonders das erste und bekannteste Hospiz Nirmal Hriday in Kalkutta. Es gibt zum Beispiel auch den Bericht von Joachim von Loeben, der neben der praktischen Arbeit den Leidenden Beistand leistet und ihnen die Hand in den letzten Stunden ihres Lebens hält.[7] Außerdem ist nicht automatisch davonauszugehen, dass in allen Niederlassungen die gleichen Zustände herrschen.

Spenden werden kaum genutzt

Walter Wüllenweber, Mitarbeiter des stern, konnte für seine Artikel 1998 und 2001 nur kleine Hinweise über die Einnahmen des Teresa-Ordens, Missionarinnen der Nächstenliebe, herausfinden. Das indische Finanzministerium wollte nicht einmal darüber Auskunft geben, ob es selbst Einblick in die Finanzen des Ordens bekommt, wozu dieser eigentlich nach indischem Recht verpflichtet wäre. Über die Einnahmen des Ordens in Deutschland sagt Schwester Pauline: „Das geht niemanden was an, wieviel Geld wir haben. Ich meine natürlich: wie wenig“. Bis 1981 führte Maria Tingelhoff ehrenamtlich die Buchhaltung des Ordens in Deutschland. „Drei Millionen kamen da im Jahr schon zusammen“, erinnert sie sich. In Hamburg wurden die 2,5 Millionen D-Mark für das „Haus Bethlehem“ für Obdachlose allein durch Spenden des eigens dafür gegründeten Vereins aufgebracht. Mutter Teresa gab ihren Namen und vier Ordensschwestern, die dort leben. Susan Shields arbeitete neun Jahre als Schwester in der Niederlassung der New Yorker Bronx. Schließlich verließ sie den Orden: Wegen der unerträglichen Lügen. Wir haben uns ja kaum um die Armen in der Bronx gekümmert, sondern verbrachten einen großen Teil der Tage damit, Schecks zu bearbeiten. Die Post brachte die Briefe säckeweise.“ (Wüllenweber 2001)  Jede Nacht schrieben bis zu 25 Schwestern die Spendenquittungen, listeten die Beträge auf, machten die Briefumschläge fertig und sortierten die Schecks im Wert zwischen 5 und 100.000 Dollar. Zur Weihnachtszeit stiegen die Spenden: „50.000-Dollar-Schecks waren keine Seltenheit“ (Wüllenweber 1998). Es seien allein in dieser einen New Yorker Filiale jährlich 50 Millionen US-Dollar zusammen gekommen. Sunitar Kumar ist eine der reichsten Frauen Kalkuttas und war eine der engsten Freundinnen von Mutter Teresa: „Wenn Mutter ein Haus brauchte, dann ist sie zum Besitzer gegangen, ob das nun der Staat war oder ein Privatmann, und hat ihn so lange bearbeitet, bis sie es umsonst bekommen hat.“ Gegenüber dem Telegraph meinte Kumar: „Ich glaube nicht, dass es sie interessierte, woher das Geld kam, so lange es den Armen nutzte“.[8] So erhielt sie 1981 von dem Diktator Haitis Jean Claude Baby Doc Duvalier die höchste Auszeichnung des Landes, den „Legion d’honneur“. Mutter Teresa antwortete darauf gegenüber dem US-Fernsehsender CBS, sie habe „niemals die Armen so vertraut mit ihrem Staatsoberhaupt gesehen. Es war eine wunderschöne Lektion für mich.“[9] Auch nahm sie 1,25 Millionen US-Dollar Spenden von Charles Keating an, der, neben seinem Kampf gegen Pornographie, viele US-Amerikaner um die Summe von insgesamt 252 Millionen US-Dollar betrogen hatte und dafür zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Mutter Teresa setzte sich für ihn mit einem Brief an den Richter ein und bat diesen um Gnade. Der Staatsanwalt wandte sich darauf mit einem Brief an sie mit der Bitte, den Betrogenen die Spendengelder Keatings zurückzugeben. Mutter Teresa antwortete nie. (Christopher Hitchens hat den Briefwechsel veröffentlicht unter: http://www.positiveatheism.org/writ/mother.htm )[10] Großbritannien ist eines der wenigen Länder, in denen der Orden gegenüber den Behörden zur Auskunft verpflichtet ist. 90 Prozent der Einnahmen gehen auf ein Bankkonto des Ordens bei der Vatikanbank in Rom. Und was mit Geldern auf der Vatikanbank geschieht, ist so geheim, das darf nicht einmal der liebe Gott wissen.“ (Wüllenweber 2001). Susan Shields fasst zusammen: „Das Geld wird nicht missbraucht. Es wird einfach überhaupt nicht gebraucht.“

 

Das Geheimnis ihres Erfolges

Auszeichnungen von Mutter Teresa:

1962 – Indischer Lotus-Orden (Ramon Magsaysay Award)

1971 – Friedenspreis Papst Johannes XXIII; Ehrendoktorwürde (Washington)

1973 – Templeton-Preis (London)

1975 – Albert-Schweizer-Preis (North Carolina);Ehrendoktorwürde (Kanada)

1976 – Ehrendoktorwürde (New Delhi)

1977 – Ehrendoktorwürde (Cambridge); Cavalieri-dell´Umanita-Preis (Mailand)

1978 – Balzan-Preis (Zürich-Mailand)

1979 – Friedensnobelpreis (Oslo)

1980 – Bharat Ratna

1981 – Ehrendoktorwürde (Rom)

1983 – Verdienstorden (Großbritannien)

1985 – Freiheitsmedaille der USA

1988 – Honorary Order of Merit (London)

1989 – Woman-of-the-world (London)

1992 – Ehrenbürgerschaft Albaniens

1994 – U.Thant-Friedenspreis

1996 – Ehrenbürgerin der Vereinigten Staaten

2003 – Seligsprechung

Ronald Reagan verleiht Mutter Teresa 1985 die „Medal of Freedom“

Ohne den Reporter Malcolm Muggeridge „hätte vielleicht bis jetzt keiner von ihr je etwas gehört“, so die Catholic Times nach ihrem Tod (10.10.1997, zit. in Chatterjee Kap.3). Wahrscheinlich ist das übertrieben. Dennoch hat der antisowjetische, christlich-konservative Reporter einen nicht unerheblichen Anteil an der Berühmtheit Mutter Teresas. Er war auf der Suche nach einer Person, die sein Weltbild verkörperte. Ein Interview mit Mutter Teresa bei einem Besuch in London für das BBC-Fernsehen an einem Sonntag 1968 war so inspirierend, dass er daraufhin in Kalkutta den Dokumentarfilm „Something Beautiful for God“ drehte (vgl. Chatterjee Kap.3). Besonders dieser Film hat Mutter Teresa in das abendländische öffentliche Bewusstsein gebracht. Das gleichnamige Buch zum Film wurde in dreizehn Sprachen übersetzt. Muggeridge hatte über den CIA-kontrollierten Congress for Cultural Freedom und seine Arbeit für die BBC ein gutes Kontaktnetz (Dorril 2000: 456). In den 70er Jahren unternahm Muggeridge drei Anläufe und überzeugte mindestens sieben einflussreiche Politiker, sich für die Nominierung Mutter Teresas für den Friedensnobelpreis einzusetzen. Nicht zuletzt waren dies Robert McNamara, der ehemalige Weltbankpräsident und US-Verteidigungsminister, sowie der frühere kanadische Ministerpräsident und Nobelpreisträger Lester B. Pearson (Sammer: S. 56f.).[11] Wahrscheinlich wäre Mutter Teresa aber auch ohne Muggeridge früher oder später berühmt geworden. Beispielsweise erhielt sie bereits 1962 den Magsaysay-Award, den sogenannten asiatischen Friedensnobelpreis. Die Biographin Marianne Sammer betonte die ideologische Kompatibilität ihrer einfachen Sprache mit der Friedensbewegung der 1980er.[12] Ein zentrales Anliegen von Mutter Teresa war allerdings die Verurteilung der Abtreibung als „größten Zerstörer des Friedens“, wie es nicht zuletzt in ihrer Rede zum Friedensnobelpreis deutlich wird. Ein Grund für ihren Erfolg liegt anscheinend in der bewussten Einfachheit ihres Auftretens im Sari, neben vielen Größen des Weltgeschehens, von Ronald Reagan bis Lady Diana. Der Religionskritiker Christopher Hitchens kritisiert diese bewusste Einfachheit. Als Beispiel nennt er ihren ersten Papstbesuches in Rom, bei dem Mutter Teresa mit dem öffentlichen Bus zum Vatikan gefahren sein soll. Dies sei das „Gegenteil des einfachen Weges“ und „offensichtlich theatralisch und kalkuliert.“[13] Ihre vertraute Freundin Sunita Kumar berichtete, dass Mutter Teresa in Hochzeiten ihres Engagements bis zu fünf bis sechs Monate auf Auslandsreisen war.[14] Ein Schlüssel zu ihrem Erfolg liegt sicherlich in der Gabe, religiöse Inhalte in einer sehr schlichten, nicht-intellektuellen Sprache zu vermitteln, wie es z.B. in der Predigt „How to Love God“ zum Ausdruck kommt.[15] Tatsächlich hatte sie aber selber die letzten Jahrzehnte ihres Lebens massive Glaubenszweifel und nichts mehr von Gott gespürt, wie die Veröffentlichungen von Pater Brian Kolodiejchuk, Postulator des Heiligsprechungsprozesses, offenbarten. Nach Gründung ihres Ordens „ist das Licht von oben auf einmal wie ausgeknipst, die Glut erloschen. Während der Messe empfindet sie nichts mehr, beim Gebet bewegt sie nur noch die Lippen, in der Beichte bringt sie nichts heraus. »In meinem Innern ist es eiskalt«, schreibt sie an ihren Bischof oder: »abgewiesen – leer – kein Glaube – keine Liebe – kein Eifer. – Die Seelen ziehen mich nicht mehr an – der Himmel bedeutet nichts mehr – für mich schaut er wie ein leerer Platz aus.«[16] Und dann sagt sie während der Predigt, wie bei ihrer Rede zum Friedensnobelpreis: „Wie kannst du sagen, dass Du Gott liebst, den du nicht siehst, wenn du deinen Nachbarn nicht liebst, den du siehst.“[17] Von offizieller katholischer Seite wird diese Gottesferne nicht als „Mangel an Glauben“ verstanden. „Vielmehr hatte sie eine schmerzvolle Glaubensprüfung, in der sie das Gefühl erlebte, dass sie nicht an Gott glaube.“, so Kolodiejchuk.[18]

Leidende als Werkzeug der Heiligen

Die sogenannte „Heilige der Gosse“ lebte eine Spiritualität des Leidens und der Entbehrung, die über die religiöse Metapher hinausging: „In der heiligen Kommunion haben wir Christus in der Gestalt von Brot“, erläutert sie ihren Schwestern. „In unserer Arbeit finden wir ihn in der Gestalt von Fleisch und Blut. Es ist derselbe Christus. ‚Ich war hungrig, ich war nackt, ich war krank, ich war obdachlos’“, verweist sie auf ein Jesuszitat (Matthäus 25, 31ff.). „Jesus ist die Prostituierte – die man aus der Gefahr holen und mit der man sich anfreunden soll. Jesus ist der Gefangene – der besucht werden soll“, schreibt sie in dem Gebet „Wer ist Jesus für mich“. Bei ihren Auftritten in Europa wollte sie gar nicht so viel von der Not in Indien erzählen, sondern verwies auf die Armut vor Ort. „Ich möchte von Ihnen, dass wir uns umsehen, und wenn wir in unseren eigenen Familien Arme sehen, dass wir zu Hause anfangen zu lieben, bis es wehtut!“ (Feldmann 2007: S.134). Der von Mutter Teresa stammende Slogan „Love until it hurts“ bringt ihre Spiritualität vielleicht am besten auf den Punkt. Die Biographin Marianne Sammer meint, alle von Mutter Teresa gegründeten Organisationen verbinde das Ziel „das unendliche Verlangen des gekreuzigten Christus nach Seelenliebe zu stillen“ (Spink S.43 zit. in Sammer S. 78). So steht in allen Kapellen der Ordensgemeinschaft das Kruzifix mit einem der letzten Worte Jesu am Kreuz „I thirst – mich dürstet“ (Johannes 19, 28). „Den Durst Jesu am Kreuz nach Liebe und nach Seelen zu stillen“, sei das Ziel, so die Selbstdarstellung der Berliner Dependance der Missionarinnen der Nächstenliebe.[19] Es geht zurück auf die visionäre Berufung der Mutter Teresa von 1946, ihre Aufgabe als Nonne und Lehrerin im Loreto-Orden zu beenden und einen eigenen Orden zu gründen. „Ich versuchte, unseren Herrn davon zu überzeugen, dass ich mich bemühen würde, eine sehr eifrige heilige Loreto-Schwester zu werden, eine wahre Sühneseele hier in dieser Berufung – doch Seine Antwort darauf war sehr deutlich: ‚Ich möchte indische Missionaries of Charity – die mein Feuer der Liebe sein werden unter den ganz Armen – Kranken – den Sterbenden – den kleinen Straßenkindern. Ich möchte, dass du die Armen zu mir bringst – und die Schwestern, die ihr Leben als Sühneseelen aus Liebe darbringen, bringe diese Seelen zu mir“ (zit in Feldmann 2007, S. 20-21, vgl. Sammer S.22, Kolodiejchuk S. 119). Wie wichtig das praktische, tätige Element dieser Frömmigkeit ist, zeigen die Ordensregeln, die mittelalterlichen Andachtsübungen ähneln bzw. dort laut Sammer ihren Ursprung haben: „Beim Anlegen ihrer Sandalen sollten sie sich an ihr Versprechen erinnern, Christus bedingungslos überallhin zu folgen; ihr Schulterkreuz sollte sie an die Leidens- und Liebesgemeinschaft mit dem Gekreuzigten denken lassen. (…) Mit dem Sari schlüpften sie in Marias Mantel der Demut“ (Sammer S.80, vgl. Spink S.94). Auch den Ärmsten sollen diese Frömmigkeitsübungen empfohlen worden sein. „Wenn ich diese schrecklichen Kopfschmerzen bekomme, teile ich sie mit Jesus und leide wie er, als er mit der Dornenkrone gekrönt wurde. Wenn ich die schrecklichen Rückenschmerzen bekomme, so teile ich sie mit ihm, der am Pfahl gegeißelt wurde. Und wenn ich Schmerzen in meinen Händen und Füßen bekomme, teile ich sie mit ihm, der ans Kreuz geschlagen wurde“ (Spink S.245 zit. in Sammer S.81). Colette Livermore gehörte bis 1984 für elf Jahre zum Orden der Misionarinnen der Nächstenliebe und wurde danach Ärztin. Sie spricht von einer Theologie des Leidens („Theology of suffering“). Immer wieder sei Hilfe aufgrund starrer Ordensabläufe abgelehnt worden. Schwestern, die sich um eine medizinische Weiterbildung bemüht hätten, seien entmutigt worden. Susan Shields, die 1989 nach neun Jahren aus dem Orden ausgetreten war, beschreibt, wie die Leidensfrömmigkeit konkret ausgeübt wurde: „Zur Kasteiung trugen wir scharfkantige Ketten beim Gebet und peitschten uns nachts mit Stricken aus“ (Shields 1998). Eine Grundlage des Glaubens sei, „ dass die Schwestern Einfluss auf Gott haben, wenn sie leiden. Ihr Leiden macht Gott glücklich. Dann wächst seine Gnade gegenüber den Menschen.“ Mutter Teresa „schien besessen davon zu sein, nur das Einfachste für unsere Arbeit zu nutzen. War dies im besten Interesse der Menschen, denen wir versuchten zu helfen, oder war es in der tat so, dass sie für uns zu einem Werkzeug wurden, um unsere eigene ‚Heiligkeit‘ zu verbessern? In Haiti, um diesen Geist der Armut zu erhalten, wurden die Spritzen wiederverwendet bis sie stumpf wurden. Im Angesicht des Schmerzes, der durch die stumpfen Nadeln verursacht wurde, boten ein paar Freiwillige an, mehr Nadeln anzuschaffen, was aber die Schwestern ablehnten.“[20] Die mangelnde Professionalität des Ordens wurde oft kritisiert. Im Mutterhaus ließ Mutter Teresa extra ein Schild aufhängen: „Sagt ihnen, wir sind nicht für die Arbeit hier, wir sind hier für Jesus. Wir sind vor allem religiös; wir sind keine Sozialarbeiter, keine Lehrer, keine Krankenpfleger, keine Ärzte. Wir sind Nonnen.“ (Wüllenweber 1998). Bezüglich der unter Pädagogen, Sozialarbeitern oder Entwicklungshelfern beliebten Fisch-Angel-Metapher, wonach man Armen keine Fische geben, sondern das Angeln lehren solle, entgegnete sie, ihre Armen seien zu schwach eine Angel zu halten.[21] Auch bei ihrer Rede zum Friedensnobelpreis 1979 grenzte sie sich von den Sozialarbeitern ab: „Wir sind wirklich Schauende [contemplatives, i.O. NPR] im Herzen der Welt. Denn wir berühren den Körper Christi 24 Stunden lang.[22] Nach einer Diskussion mit Washingtoner Afroamerikanern, die lieber Arbeit statt Wohlfahrt von einer Niederlassung der Missionarinnen der Nächstenliebe wollten, sagte Mutter Teresa bei einer Pressekonferenz: „Ich denke, es ist etwas Schönes für die Armen, ihr Schicksal zu akzeptieren und es mit der Passion [dem Leidensweg, NPR] Christi zu teilen. Ich denke der Welt wird sehr durch das Leiden der Armen geholfen.“[23] „Daß die Öffentlichkeit denkt, Mutter Teresa kämpfe gegen Armut, während sie in Wirklichkeit hart darum kämpfte, sie zu erhalten, ist nicht ganz ohne Ironie.“ so die ehemalige Ordensschwester Shields (Shields 1998). Die erste Priorität für Mutter Teresa war das Seelenheil. Bereits 1931 schrieb sie über ihre Arbeit mit den indischen Müttern „Ich sage ihnen, sie sollen mir die Kinder bringen, denen ihr Arzt nicht helfen kann… Ich bin glücklich, den Kindern die beste Medizin überhaupt geben zu können: die heilige Taufe, die ewige Seligkeit“ (zit. in Feldmann 2007: 16). In ihrem Hospiz in Kalighat tauften sie die bis dahin 29.000 gestorbenen Menschen heimlich. Sie nannten es Ticket zu Sankt Petrus: „Wir fragten die Person, willst du eine Segnung, bei der dir deine Sünden vergeben werden und du Gott empfängst? Sie haben nie abgelehnt.” Dies soll Mutter Teresa 1992 in der Scripps-Klinik in Kalifornien gesagt haben, wobei die ursprüngliche Quelle nicht auffindbar ist.[24] Brauchten die Sterbenden das Hospiz oder brauchte Mutter Teresa und ihr Orden die Leidenden als Werkzeug zur Verbesserung der eigenen Heiligkeit, wie Shields fragt? Der italienische Journalist Renzo Allegri fragte Mutter Teresa einmal, ob sie Angst vor dem Tod habe. Die inzwischen alte Frau habe geantwortet: „Es sind nun mehr als vierzig Jahre, die ich mein Leben den Kranken und Sterbenden gewidmet habe. (…) Viele von ihnen starben in meinen Armen, während ich sie anlächelte und ihre zitternden Gesichter abtupfte. Wenn ich sterbe, werde ich all diese Menschen wieder sehen.“ Ihre Augen hätten vor Klarheit und Glück gestrahlt.[25] In mindestens einem Fall hatte eine krebskranke Frau genug von dieser Leidensfrömmigkeit. Mutter Teresa erzählte: “Leiden ist ein Geschenk. Denn es gestattet dir, dein Leid mit Christus zu teilen. Das ist sehr schön. Ich erinnere mich an eine Frau mit Krebs, die extreme Schmerzen hatte. Und ich sagte ihr: Weißt du, das ist der Kuss von Jesus. Ein Zeichen, dass du Jesus am Kreuz so nahe bist, dass er dich küssen kann. Und dann sagte sie mir: Sage Jesus, dass er aufhören soll, mich zu küssen.“ [26] Und Mutter Teresa zeigt dabei ihr seliges Lächeln.

Post Scriptum

Auf folgende Kritikpunkte bin ich nicht eingegangen:

  • auf vermeintliche Wunder in Zusammenhang mit dem Heiligsprechungsverfahren
  • auf die Praktiken der Vermittlung von Adoptionskindern durch die NGO “pro Infante”, die Waisenkinder der Werke der Missionaries of Carity vermitteln soll

Ein Blick hinter den heiligen Schein zeigt der kurze Eindruck des religionskritischen Journalisten Colin Goldner über ein kurzes Treffen für ein dann abgebrochenes Interview mit Mutter Teresa: „Mit der einen Hand fingerte sie ständig an einem Rosenkranz herum, in der anderen hatte sie einen Krückstock, mit dem sie – während des Gespräches mit mir! – auf die Beine einer Nonne einschlug, die ihr irgendwelche Akten brachte.“ (http://forum.hpd.de/viewtopic.php?t=83#p420 )

Nicolaus Raßloff

Literatur

Mutter Teresas zur Verleihung des Friedensnobelpreises, „Mother Teresa – Nobel Lecture“. Nobelprize.org. , http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/1979/teresa-lecture.html, in Deutsch: http://www.mutter-theresa.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=23&Itemid=14

Ein biographisches Portrait des Vatikans, „Mother Teresa of Calcutta (1910-1997)“, http://www.vatican.va/news_services/liturgy/saints/ns_lit_doc_20031019_madre-teresa_en.html

Aroup Chatterjee „The Final Verdict“ http://www.meteorbooks.com/introduction.html

Christian Feldmann, “Mutter Teresa, Die Heilige von Kalkutta”, Herder 2007.

Christopher Hitchens, „The missionary position: Mother Teresa in theory and practice“, London 1995. vgl. books.google.de

Brian Kolodiejchuk, „Komm, sei mein Licht! Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta“, Pattloch 2007.

Marianne Sammer, „Mutter Teresa: Leben, Werk, Spiritualität“, C.H. Beck Vlg., 2006. vgl. books.google.de

Susan Shields, „Ich war Schwester Nummer 2214“, stern, 10.9.1998

Susan Shields, „Mother Teresa’s House of Illusions – How She Harmed Her Helpers As Well As Those They ‚Helped’” Homepage vom Council for secular humanism – The article is from Free Inquiry magazine, Vol. 18, No 1 http://www.secularhumanism.org/index.php?section=library&page=shields_18_1

Louise Chipley Slavicek, „Mother Teresa: caring for the world’s poor“, Chelsea House, New York 2007.

Kathryn Spink: Mutter Teresa. Ein Leben für die Barmherzigkeit, Lübbe, Berg.-Gladbach 1997.

Dorril, Stephen. MI6: Inside the Covert World of Her Majesty’s Secret Intelligence Service. New York: The Free Press, 2000.

Walter Wüllenweber, „Die perfekte Tarnung“, Berliner Zeitung, 10./11.3.2001, http://www.maennerrat.de/aktuell0103.htm (runterscrawlen: die Artikel sind chronologisch geordnet)

Walter Wüllenweber, „Nehmen ist seliger denn geben“, stern, 10.09.1998, http://www.members.aon.at/ueberbevoelkerung/MutterTeresa.PDF


[2]Dieses Zitat aus der Rede zu ihrer Verleihung des Friedensnobelpreises begegnete mir auch bei Feldmann. vgl. youtube: „Mother Teresa – Revolution of Love.mpg“ by user SuperGlobalWarrior

[3] Else Buschheuer, taz 5.3.2005, „Teresa hat mich reingelegt“, http://www.else-buschheuer.de/texte.php?id=16 , Zugriff 23.10.2009, der Blog ist z.Zt. geschlossen

[4] Christopher Hitchens, The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice (London and New York: Verso, 1995), S. 39-40., zit. in: Dave Hunt , „Okkulte Invasion“, CLV 1999, Auszug: http://www.betanien.de/verlag/material/material.php?id=52.

[5] [http://www.responsiblecharity.org/, http://www.facebook.com/responsiblecharity , http://www.facebook.com/missionariesofcharity , vgl. PRINCE MATHEWS THOMAS, „Mother Teresa’s Legacy is Under a Cloud“ – FORBES INDIA MAGAZINE, 23 January 2011 at 2:48 PM: “I was shocked to see the negligence. Needles were washed in cold water and reused and expired medicines were given to the inmates. There were people who had chance to live if given proper care,” says Hemley. He narrates incidents of an untrained volunteer wrongly feeding a paralysed inmate, who choked to his death; and another where an infected toe of an inmate was cut without anesthesia. “I have decided to go back to Kolkata to start a charity that will be called ‘Responsible Charity.’ Each donation will be made public and professional medical help will be given,” says Hemley, who now runs a campaign on Facebook called ‘Stop Missionaries of Charity,’“ http://richarddawkins.net/articles/582913-mother-teresa-s-legacy-is-under-a-cloud

[6]Loudon, Mary. (1996)The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice, Book Review, BMJ vol.312, no.7022, 6 January 2006, pp.64–5. Retrieved 2 August 2007. Bzw. Fox, Robin (1994). „Mother Theresa’s care for the dying“. The Lancet, 17. Sep. 1994, 344 (8925): 807, zit. in Erik Möller, Zur Seligsprechung von Agnes Gonxha Bojaxhiu, alias Mutter Teresa, telepolis 19.10.2003, http://www.heise.de/tp/artikel/15/15888/1.html

[8] Mick Brown,“‚Mother was my role model'“, The Telegraph, 26.09.2003, „but I don’t think she cared who the money was coming from, as long as it went to help the poor.“  http://www.telegraph.co.uk/culture/3603329/Mother-was-my-role-model.html

[9]„never seen the poor people being so familiar with their head of state as they were with her. It was a beautiful lesson to me.“ (Hitchens: S.5)

[11]zit. in Slavicek: S.69, McNamara: „Mother Teresa merits the unique honour of the Nobel Peace Price because she advances peace in the most fundamentalist way possible: by her extraordinary reaffirmation of the inviolability of human dignity.“; Slavicek nennt folgende von Muggeridge beeinflusste Politiker: Shirley Williams (Member of the British Parliament), US-Senators Edward Kennedy, Hubert Humphrey, Mark Hetfield, Pete Dominici, the Canadian Maurice Strong (Head of the UN Environmental Programm).

[12] Als Beispiel nennt sie die Botschaft Mutter Teresas anlässlich des Nobelpreises. „Und ich glaube, dass wir in unserer Familie keine Bomben und Gewehre brauchen zum Zerstören, um Frieden zu bringen – kommt einfach zusammen, liebet einander, bringt diesen Frieden, diese Freude, diese Stärke der Präsenz für Einander nach Hause. Und wir werden das Böse, das in der Welt ist, überwinden können.“: „And I think that we in our family don’t need bombs and guns, to destroy to bring peace – just get together, love one another, bring that peace, that joy, that strength of presence of each other in the home. And we will be able to overcome all the evil that is in the world.”

[13]Interview by Matt Cherry, „Christopher Hitchens on Mother Theresa“, Free Inquiry magazine, Volume 16, Number 4,

http://www.secularhumanism.org/library/fi/hitchens_16_4.html, zugriff 7. April 2010

[14] Mick Brown,“‚Mother was my role model'“, The Telegraph, 26.09.2003, http://www.telegraph.co.uk/culture/3603329/Mother-was-my-role-model.html  , „At the height of her energies, Mother Teresa would spend five or six months of every year travelling abroad.“

[15]vgl. youtube.com: „Mother Teresa: How to Love God“ http://www.youtube.com/watch?v=-yFzCBIK-PY by user „themanhootch“

[16] Rezension von Jan Roß, „Keine Liebe, kein Glaube“, DIE ZEIT, 13.09.2007 Nr. 38, www.zeit.de/2007/38/ST-Mutter-Theresa

[17]„How can you say, that you love God, whom you don’t see, if you do not love your neighbour, whom you see“, (vgl. 1. Joh. 4,20), vgl. youtube.com: „Mother Teresa: How to Love God“ http://www.youtube.com/watch?v=-yFzCBIK-PY by user „themanhootch“

[18] Interview mit Pater Brian Kolodiejchuk, Missionar der Nächstenliebe und Postulator für den Heiligsprechungsprozess,  „Das innere Leben Mutter Teresas: Seelische Trockenheit aus Liebe (Teil 2)“, 19.09.2007: http://www.zenit.org/article-13362?l=german

[19] http://www.marien-liebfrauen.de/orden3.html, ohne Autorenangabe, Website der kath. Kirchengemeinde St. Marien-Liebfrauen. In Nachbarschaft zur Gemeinde befindet sich die Berliner Dependance der Missionarinnen der Nächstenliebe. Mit einer Schwester dieser Niederlassung im Berliner Wrangelkiez hatte ich ein kurzes Telefonat, die sich zu den Vorwürfen der unzulänglichen medizinischen Versorgung und Zweckentfremdung von Spendengeldern nicht äußern wollte, ein Treffen ablehnte und keinen Pressevertreter des Ordens für die Häuser in Deutschland nannte.
vgl. auch: Interview Das innere Leben Mutter Teresas: Seelische Trockenheit aus Liebe (Teil 2), 19.09.2007,  http://www.zenit.org/article-13362?l=german

[20]Mother Teresa’s House of Illusions, How She Harmed Her Helpers As Well As Those They ‚Helped‘, by Susan Shields, http://www.secularhumanism.org/index.php?section=library&page=shields_18_1 , Homepage des Council for secular humanism – Free Inquiry magazine, Vol. 18, No 1.

[21] Mutter Teresa: „Jemand hat mal zu mir gesagt: Warum geben Sie den Leuten Fische zu essen? Warum geben Sie ihnen nicht die Rute, um Fische zu angeln? Da habe ich gesagt: Meine Leute können sich doch nicht einmal auf den Beinen halten. Es sind Sieche, Verkrüppelte, Geisteskranke. Wenn ich sie mit meinen Fischen so weit gebracht habe, dass sie auf eigenen Beinen stehen können, dann werde ich sie zu Ihnen schicken. Dann können Sie ihnen die Rute zum Angeln geben!“ http://www.aref.de/kalenderblatt/mehr/mutter-teresa_mehr.htm

[22]„I believe that we are not real social workers. We may be doing social work in the eyes of the people, but we are really contemplatives in the heart of the world. For we are touching the Body of Christ 24 hours.“ „Mother Teresa – Nobel Lecture“. Nobelprize.org. Zugriff 1 Sep 2011 http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/1979/teresa-lecture.html, Editor-in-Charge Tore Frängsmyr

[23]„I think it is very beautiful for the poor to accept their lot,to share it with the passion of Christ. I think the world is being much helped by the suffering of the poor people.“ (Hitchens, London 1995: S.11)

[24]„Something very beautiful… not one has died without receiving the special ticket for St. Peter, as we call it. We call baptism ‚a ticket for St. Peter.‘ We ask the person, do you want a blessing by which your sins will be forgiven and you receive God? They have never refused. So 29,000 have died in that one house [in Kalighat] from the time we began in 1952.“ vgl. http://www.danielpipes.org/comments/34817, „Nuray“, Submitted by Nuray (Portugal), Feb 10, 2006 at 15:05

[25]Madre Teresa Mi Ha Detto from Ancora publishing house, zit. in „Love until it hurts“, Posted on August 26, 2010 by “mmvc”, http://catholicismpure.wordpress.com/2010/08/26/love-until-it-hurts/ : „Thousands of persons have died in my arms. It is now more than forty years that I have dedicated my life to the sick and the dying. I and my sisters have picked up from the streets, above all in India, thousands and thousands of persons at the end of life. We have taken them to our houses and helped them to die peacefully. Many of those persons expired in my arms, while I smiled at them and patted their trembling faces. Well, when I die, I am going to meet all these persons.“

[26] vgl. 39. Minute der Filmdokumentation „Das schwierige Erbe der Mutter Teresa“, Michael Busse und Maria Rosa-Bobbi, http://www.youtube.com/watch?v=fdK7HpCl9Do , der User „vasconcelos3431“ unter dem falschen Titel „Das schwere Erbe der Mutter Teresa“.

http://www.telegraph.co.uk/culture/3603329/Mother-was-my-role-model.html

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Autor: rassloff

Verlagskaufmann Politologe Ex-Guide der Gedenkstätte Sachsenhausen Ehrenamt bei Grenzübertritte e.V. Ehrenamt der Zeitung "Frohe Botschaft"

11 Kommentare zu “Der heilige Schein der Mutter Teresa

  1. Pingback: » Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Sterbebegleit … Nachtwächter-Blah

  2. Pingback: Diskussion Die katholische Kirche - Seite 15 - Aktienboard

  3. Wie sehr lässt sich die Menschheit belügen? Wie lange noch macht die katholische Kirche und die Politiker solche Spiele mit? Eine Richtigstellung seitens der Kirche und eine Aberkennung aller Preise ist dringend angebracht.

  4. Pingback: Mother Teresa’s halo | wir sind dann mal weg

  5. …..unter dem Mantel des „Glaubens“ werden oft Verbrechen begangen! Früher zogen die Kreuzritter los, um Menschen zu töten,, ihnen das Land und ihr Gut zu rauben, Die Kathoische Kirche ließ Menschen, andersdenkende, verbrennen.
    Jetzt sammelt man Spenden von Gutgläubigen und verwendet sie nicht, oder nicht für den Zweck,, wofür sie gespendet wurden!
    Das ist :
    „Unterlassene Hilfeleistung“
    „Unterschlagung“

    Wie kann ein Mensch ein Hospital unterhalten wollen, wenn er oder sie nicht die medizinische Ausbildung haben? Wie kann man Hilfesuchende und Kranke mit vergammelter Medizin und mit sinnlosen Gebeten abspeißen. Der Orden gehört aufgelöst, und das Geld soll den wirklichen Krankenhäusern zugute kommen!

  6. Ich habe 1998 den Stern Bericht gelesen und meiner Meinung nach war er seriös recherchiert und verfasst.
    Ich frage mich nur, wie lange wir uns noch vom Klerus gängeln lassen sollen, bis endlich mal mit diesem
    2000 Jahre alten Mummenschanz aufgeräumt wird. Jedes Wort, welches von der Vatikanseite kommt, ist
    eine Ohrfeige. Es gibt wohl mehr Masochisten auf der Welt, als man glaubt und ich bin nicht der Ansicht,
    daß alle Christgläubigen Dummköpfe sind.

    • wow. habe ich nur den Eindruck oder ist es Wirklichkeit – wieder mal ein Haufen von Leuten, die, wenn sie mal was zu sagen haben, nicht mehr aufhören können? Immer schön mit dem Kopf schütteln, wie scheiße alles ist, und das die bösen Christen, ja sowieso nur Mist verzapfen.

      der Kommentar „Die Kathoische Kirche ließ Menschen, andersdenkende, verbrennen.“ – was hat der hier zu suchen? Soll die katholische Kirche wegen Bockmist der Vergangenheit geschlossen werden?
      Dann muss man auch komplett Deutschland vergasen, wenn man diese Ansicht vertritt.

      Dass das was die machen nicht gerade fein ist, ist klar. Jedoch bin ich immer noch oder immer wieder neu der Meinung. Wenn euch was nicht gefällt, dann macht was. Wenigstens das, was in euer Möglichkeit steht. Und das wird nicht nur das Kommentar lesen/schreiben sein, oder?

      Menschenunwürde findet auch in unserem Land und überall auf der Welt JEDEN Tag statt.

      und zu dem Kommentar: „Wie kann ein Mensch ein Hospital unterhalten wollen, wenn er oder sie nicht die medizinische Ausbildung haben“ Was weißt du denn bitte, welcher deiner Ärzte bei immer all seinen Vorlesungen war?!

  7. (@ Laila: danke.)

    Tja und so sieht jeder immer nur das was er sehen will. Heißt, was sein Weltbild bestätigt. Was für ein Glück, dass auch Mutter Teresa Fehler hatte, und mit Gott haderte, in dieser kalten Welt, und ihre Nachfolger Fehler machen, da können wir ja WIEDER ganz leicht die verhasste christliche Welt verdammen und Gott gleich mit. (Und sich dabei ausgerechnet auf Goldner zu berufen xDDD Auf diesen Allround-Niedermäher – schon wieder lustig xD Der natürlich bestimmt auch Zigtausenden Kranken selbstlos und tatkräftig geholfen hat. xD – Was für eine Frechheit von der Mutter, bei Anwesenheit des hohen Herrn nicht gebührend alles stehen und liegen und ruhen zu lassen! xDDD – Man hätte ja auch z.B. diejenige Begegnung mit Mutter Teresa von Klaus Kenneth schildern können, der nach schlimmen 35 Jahren sofort bei der ersten Begegnung mit ihr erstmals wieder WEINEN konnte. Was den Anfangspunkt seiner Rückkehr zu Jesus Christus bedeutete. Den er als Kind, vom katholischen Pfarrer sieben Jahre lang missbraucht, nicht kennen konnte. Der aber – Überraschung – DOCH DA IST. – Übrigens wusste er bei dem Wein-Aufbrechen noch gar nicht, dass diese alte Dame Mutter Teresa war! Aber das ist ja nach atheistischer Logik gar nicht möglich, bedeutet gar nichts, ist nur Zufall und Herr Kenneth sicherlich sowieso ein Lügner oder irgendwie rationalisieren wir auch das wieder ganz schnell weg… – Ich verstehe mittlerweile Einstein. Nicht die Relativitätstheorie – aber die Sache mit den zwei Unendlichkeiten…) – Nichtsdestotroz finde ich eine Unternehmung mit Offenlegung aller Finanzen sehr, sehr gut… (Achso und: bevor jemand meint, ich würde ja auch nur sehen, was ich sehen will: Ich war selbst Atheist – und wollte gar nichts anderes sehen. Aber ich litt die Hölle – und zum Glück gibt es mindestens einen der IMMER liebt und einem tatkräftig raushilft. So man will…)

    Seid gesegnet

  8. Das ist recht unglaublich !

  9. Danke für die Zitate- und Quellensammlung! Habe so etwas schon seit einiger Zeit vermutet. Es bleibt zu hoffen, dass die Missionaries of Charity wirklich gestoppt werden. Bin gespannt, ob Franziskus die Dame wirklich heiligsprechen wird…

  10. Wie hat Mutter Teresa so schön gesagt:

    „Menschen sind oft uneinsichtig
    und egoistisch.
    VERGIB IHNEN TROTZDEM.
    Wenn du freundlich bist,
    werden dir vielleicht Hintergedanken unterstellt.
    SEI TROTZDEM FREUNDLICH.
    Wenn du erfolgreich bist, wirst du
    falsche Freunde und wahre Feinde gewinnen.
    SEI TROTZDEM ERFOLGREICH.
    Was du über Jahre aufgebaut hast,
    können Menschen über Nacht zerstören.
    BAUE TROTZDEM WEITER AUF.
    Wenn du ehrlich bist,
    könnten Menschen dich übers Ohr hauen.
    SEI TROTZDEM EHRLICH.
    Wenn du das Glück findest,
    könnten Menschen neidisch auf dich werden.
    SEI TROTZDEM GLÜCKLICH.
    Das Gute, was du heute tust,
    könnte morgen schon wieder vergessen sein.
    TU TROTZDEM GUTES.
    Gib der Welt das Beste, was du hast,
    es kann sein, dass es nie genug sein wird.
    GIB TROTZDEM DEIN BESTES.
    Denn, sieh, am Ende
    ist alles eine Sache zwischen dir und Gott.
    ES GING EIGENTLICH NIE DARUM,
    WAS SICH ZWISCHEN DIR UND DEN MENSCHEN ABSPIELT.“

    Die letzten beiden Sätze sind entscheidend. Damit hat sie wohl recht. Entscheidend ist nicht das, was andere tun oder nicht tun, sondern wie ich selbst lebe!

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